Samstag, 20. Dezember 2014
Buenos Aires Teil 3 (8.-10. Dezember '14)
Nach Uruguay kehrten wir am Sonntag erstmal wieder zu unseren Lieblingshosts Nestor und Lucila zurück, um die Weiterreise nach Iguazú zu planen. Schließlich setzten wir die Abfahrt auf den folgenden Donnertag fest.

Währenddessen besichtigte ich in Buenos Aires noch eine große Buchandlung, "El Ateneo Grand Splendid". Sie ist in einem alten Theater eingerichtet, sodass sich allein wegen der beeindruckenden Kulisse ein Besuch lohnt.



Hier kaufte ich mein erstes Buch auf Spanisch: "El Principito". Sehr schön, um mehr Spansich zu lernen.

Außerdem beschlossen wir, uns vorsichtshalber und auch wegen unserer Reisepläne nach Bolivien, gegen Gelbfieber impfen zu lassen (in Bolivien ist die Impfung Pflicht und in Brasilien wird sie in einigen Regionen dringend empfohlen). Im "Ministerio de Salud" kann man sich kostenlos impfen lassen und bekommt eine internationale Bescheinigung ausgestellt. Zwischem dem fünften und zehnten Tag nach der Impfung können Beschwerden auftauchen, aber bei uns beiden ist nicht viel passiert.

Um für die Weiterreise gut ausgestattet zu sein, wechselten wir noch mal eine größere Menge Geld "auf der Straße". Dafür hatten wir in Uruguay extra Dollar abgehoben (in Uruguay kann man Dollar und uruguayische Pesos abheben und auch damit bezahlen). Der inoffizielle Wechselkurs, den man für Dollar bekommen kann, der "Dolar blue", ist um einiges besser, als der Wechselkurs der Banken. Legal lässt sich das ganze über die Internetseite www.azimo.com abwickeln. Hier kann man sich quasi selber Geld von seinem Konto oder per Kreditkarte senden und dieses dann an bestimmten Ausgabestellen in Buenos Aires und in ein paar anderen größeren Städten in Argentinien in bar abholen. Noch besser ist es sogar, wenn man sich von Einheimischen sagen lässt, wo sie ihr Geld wechseln. In so einer Wechselstube in der Einkaufstraße "Calle Florida" war es sogar möglich meine britischen Pfund zu einem guten Kurs zu wechseln. Mit den erhaltenen Pesos konnte ich nun fast die gesamte Reise von Buenos Aires nach Iguazú bezahlen. Danke Mama und Papa!!! Das erste, was ich in der Wechselstube übrigens gefragt wurde, war, ob ich nicht statt Geld meinen Freund wechseln wolle. Einer der harmlosen Anmachsprüche hier. Gut, dass ich das meiste nicht verstehe.



Mittwoch, 26. November 2014
Buenos Aires (16. - 28. November '14)
Seit Montag, also schon mehr als eine Woche, sind wir nun Gäste von Nestor und Lucila, einem sehr, sehr lieben Pärchen, die genau das selbe Alter haben wie wir (24 und 28). Beide sind super Tänzer, sodass ich schon die ein oder andere Tanzstunde in Bachata und Salsa bekommen habe. Die Kommunikation ist ein wenig schwierig, da beide kaum Englisch sprechen, aber mein Spanisch reicht mittlerweile aus, um sich recht gut zu verständigen. Im Gegenzug bringen wir ihnen Deutsch bei, da sie in den nächsten Jahren nach Deutschland kommen wollen. Das sieht dann so aus:

Die beiden sind immer sehr besorgt um uns und helfen uns, wo sie nur können. Sie haben angeboten, dass wir solange bleiben dürfen, wie wir wollen! Und da wir uns bei ihnen wirklich wohl fühlen, haben wir das gerne angenommen.

Mittlerweile haben wir in Buenos Aires nun viele tolle Dinge gesehen, liebe Menschen getroffen, zum Beispiel Ulimer, eine Freundin von Lucila und Nestor, und das argentinische Essen ausprobiert. Wir haben uns sogar mit Fahrrädern in den Straßenverkehr getraut, um so schneller die Stadt erkunden zu können. Wir waren zum Beispiel

im Botanischen Garten




auf dem Friedhof im Stadtteil Recoleta




und im japanischen Garten .



Außerdem gibt es hier einen Stadteil, La Boca, den man nach Sonnenuntergang besser meidet, der aber einige sehr schöne bunt bemalte Häuser hat. Dieser Teil heißt Caminito. Wir waren etwas spät am Tag dort, sodass viele Geschäfte bereits geschlossen hatten und auch ein paar seltsame Gestalten rumliefen.





Eine Stunde später erlebten wir mit Nestor im Hafenviertel Puerto Madero dann das absolute Kontrastprogramm: Neue, teure Gebäude und eine entspannte Atmosphäre.





Diesen und letzten Montag waren wir auf einer Open Air-Veranstaltung, die "La Bomba de Tiempo" heißt. Ca. 20 Personen improvisieren, geführt von einem "Dirigenten" mit Hand- und Körperzeichen, auf Percussion-Instrumenten. Sehr tanzbar und sehr gut!!! Danach ziehen Trommler mit einem Pulk tanzender Leute noch weiter durch die Straßen zu einem Nachtclub. Hier ein Foto mit Lucila (links) und Ulimer (rechts).


Letzten Sonntag waren wir in einem "Tempel" der Hare-Krishna-Bewegung und haben an deren Feierlichkeiten teilgenommen. Leider hab ich nicht alles verstanden, was erzählt wurde. Aber das was ich verstand, war sehr interessant und das vegetarische Essen im Anschluss ein Traum.

Für die nächsten Tage haben wir mit zwei deutschen Bekannten erstmal Strandurlaub in Uruguay geplant. Eine Besichtigung des Flussdeltas vom Río Paraná mit seinen vielen Inseln stet auch noch an und danach wollen wir langsam gen Brasilien starten.



Montag, 17. November 2014
Buenos Aires (13. - 16. November '14)
Vor fünf Tagen sind wir wohlbehalten in Buenos Aires angekommen und bis jetzt ist es einfach fantastisch. Aber der Reihe nach:
Die ganze Anreise verlief völlig unproblematisch. Vom Flughafen zum Hostel haben wir ein Taxi genommen. Das war schon mal eine verrückte Erfahrung: Der Verkehr hier ist wirklich...aggressiv. Es ist zum Beispiel völlig üblich auch die Gegenfahrbahn zu benutzen, wenn gerade keiner kommt. Und Fahrbahnmarkierungen oder Zebrastreifen werden völlig ignoriert.

Das Hostel war der Hammer:


Lauter junge Leute von überall aus der Welt! Unsere room mates, Carolina aus Venezuela und Avi aus Israel, haben nicht wenig dazu beigetragen, dass wir uns schnell wohl gefühlt haben. Carolina lud uns zu venezuelanischen Spezialitäten ein, die wir in der Küche des Hostels kochten. Zusammen mit ihr machten wir auch unsere erste Stadterkundung, da sie sich bereits gut auskennt.



Wir blieben zwei Nächte im Hostel und danach hatten wir so viele tolle Leute kennen gelernt, dass der Abschied sogar etwas schwer viel. Die nächsten beiden Nächte verbrachten wir bei Nicolás, unserem ersten Couchsourf-Host. Das war wieder eine ganz andere Erfahrung: Wir lernten zum Beispiel seine Freunde kennen und feierten bis morgens um 7 in einem Club mit Cumbia-Musik. Wir haben mit Fahrrädern eine nächtliche Tour durch Buenos Aires und zum nahe gelegenen Park und dem Planetarium gemacht. Buenos Aires bei Nacht ist plötzlich ganz anders: Kaum Verkehr auf den Straßen, viel leiser und immer ein lauer, warmer Wind.



In den nächsten Tagen haben wir auf jeden Fall noch viel vor, eigentlich haben wir bis jetzt kaum was gesehen.