Relativ früh morgens machten wir uns von Itacoatiara auf den Weg nach Rio. Vom Busterminal in Niteroi kann man die Fähre nehmen und da bot sich uns zum ersten Mal der Blick auf die Skyline von Rio.
Als erstes stand die Besichtigung des
Cristo Redentor auf unserem Touriplan. Dafür nahmen wir zunächst die Metro bis zur Haltestelle Largo do Machado und von da aus brachte uns ein kleiner Van bis hoch auf den
Corcovado, den Berg mit der berühmten Christus-Statue. Weil es ein normaler Wochentag war, mussten wir auf dem Hin- und Rückweg jeweils nur etwa eine halbe Stunde anstehen, am Wochenende muss es furchtbar voll sein. Auch so muss man unterhabl der Statue aufpassen, das man nicht auf einen Touristen tritt, der sich auf den Boden gelegt hat, um ein Foto von seiner Freundin zu machen, die mit ausgebreiteten Armen vor der Monument posiert.
Dort oben, unter der 38 Meter hohen Christus-Statue, habe ich mich in Rio verliebt. Eine wunderschöne Stadt:
Auf dem Rückweg in der Warteschlange lernten wir ein junges Ehepaar kennen, er aus Deutschland und sie aus Brasilien. Wir beschlossen spontan unser Touri-Programm für diesen Tag auszubauen und die beiden, Nathalia und Marcel, noch in ihrem Auto zum
Zuckerhut zu begleiten.
Eine Seilbahn bringt die Besucher zunächst auf den vorgelagerten Hügel
Morro da Urca und von da aus direkt zum Gipfel des
Pão de Açúcar. Am Fuss der Hügel angekommen, entschieden wir uns dazu, den ersten Streckenabschnitt zu laufen. Der Aufstieg dauerte nicht lange, war aber aufgrund der Hitze ganz schön anstrengend, vor allem da die anderen beiden viel fitter waren als wir und den Berg quasi hoch joggten. Dafür sahen wir ein paar kleine Affen. Als wir Deutschen begeistert stehen blieben, um sie zu fotografieren, schüttelte Nathalia nur den Kopf und sagte sowas wie: "Stimmt ja, ihr seid ja das Land ohne Affen. Komisch!" Hihi.
Oben angekommen erfuhren wir, dass es dort nicht möglich ist, ein Seilbahnticket zu kaufen. Weder rauf zum Zuckerhut, noch runter zur Seilbahnstation. Da es bereits nach 19.00 Uhr war, konnten wir aber kostenlos wieder runter fahren. Dort kauften wir dann ein Ticket, fuhren auf den Morro da Urca zurück, stiegen in die zweite Seilbahn, fuhren rauf zum Zuckerhut und waren gerade pünktlich zum Sonnenuntergang dort! Jeder dunkler es wurde, desto besser konnte man den Cristo sehen, der nachts hell erleuchtet hoch über der Stadt zu sehen ist.
Wir beschlossen im malerischen, auf einem Hügel gelegenen
Stadtteil Santa Teresa noch gemeinsam etwas zu essen und danach machten wir uns auf den Rückweg nach Itacoatiara.