Dienstag, 19. Mai 2015
Amaicha de Valle (27.-28. Februar '15)
Auf dem Weg nach Amaicha de Valle machte ich für ein paar Stunden halt in dem Dorf Tafi de Valle, deponierte mein Gepäck in einem Hostel und wanderte auf einen nahen Ausichtspunkt. Das Tal war total grün, aber dort war es auch unerwartet windig, kalt und regnerisch.



Ganz anders präsentierte sich da Amaicha de Valle. Hier war es trocken und heiß.













Das Hostel Amancay, das mir in Tucumán wärmstens empfohlen worden war, war ein einfaches, lehmverputztes Haus, in dem ich mich, auch Dank seines Besitzers und seiner Freundin, sofort wohl fühlte. Zum Frühstück gab es selbstgebackenes Brot und Marmelade, eine heiße Dusche gab es immer abends ab sieben Uhr, wenn der Ofen angefeuert wurde. Nach Amaicha wollte ich vor allem, um die Ruinen der berühmten Stadt der Quilmes-Indinaner zu besuchen. Der Hostelbesitzer Sebastián ist zufällig auch der Veranstalter dieser Touren, da aber am ersten Abend noch nicht genug Leute für eine Tour angemeldet waren, nahmen mich die beiden mit in die Wüste, die Desierto de Tiu Punco („Tor zur Wüste“) genannt wird, um Feuerholz zu sammeln. Am frühen Abend fuhren wir mit einem klapprigen Jeep samt Anhänger los.



Nach mindestens einer Stunde Fahrt erreichten wir das Haus eines alten Mannes, der allein dort in der Wüste lebt und Wein anbaut. Wir brachten ihm Lebensmittel aus der Stadt mit und er half uns, das Holz abgestorbener Kakteen und Sträucher einzusammeln.



Als die Sonne unterging, präsentierte sich mir ein wunderbares Farbspektakel. Der Blick über die Ebene bis hin zu den fernen Bergen, war unfassbar beeindruckend.



Am nächsten Tag machte ich die Tour zu den Ruinen der Quilmes. Sebastian war sehr darauf bedacht, dass wir nicht unvorbereitet und ohne genaues Hintergrundwissen das Gelände betraten und so machte er vor der Ankunft eine Pause, versammelte uns alle im Schatten und erzählte uns die ergreifende Geschichte dieser Indianer, die über 130 Jahre lang gegen die spanischen Eroberer Widerstand leisteten.



Zurück in Amaicha nahm ich den nächsten Bus nach Cafayate und lernte im Bus Johannes kennen...



...mit dem ich die nächste Woche zusammen reisen würde.